Op. 19

Werktitel

Lieder der Vergänglichkeit

Textautor/-in

Chinesische Dichtungen: H. Bethge

Jahr

1932

Besetzung

Frauenchor a cappella

Gattung

Vokalmusik, Chor a cappella

Inhalt

I Das Los des Menschen (Khong-fu-tse)
II Die jungen Mädchen von einst (Wang-Tschang-Ling)
III Alte Weisheit (Lo-Tschang-Nai)

Umfang

1 Partitur

Verlag

Audite Nova, ADN 1050, Nottwil 1998  

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Vergriffen

Permalink IMSLP

Kommentare

Lieder der Vergänglichkeit (1922)

Die chinesischen Texte, übersetzt von Hans Bethge, handeln von der Vergänglichkeit des Menschen (Das Los des Menschen), vom Wunsch nach ewiger Jugend (Die jungen Mädchen von einst) und dem Credo auf Lebensgenuss im Jetzt (Alte Weisheit).
Vierstimmig a cappella zu singen, erfordern diese Lieder grösseren Atem als die kürzeren Madrigale. Wehrlis Vorliebe für Septakkorde in weiter Lage, parallel dazu verschobene Sextakkorde, Terz–Quart-Klänge und Ostinato-Begleitfiguren findet sich in allen Gesängen wieder. Den Texten wird subtil nachgespürt, Dynamik und Rhythmik sind von grosser Differenziertheit.
Im Lied «Die jungen Mädchen» von einst begleiten die drei unteren Stimmen mit staccato-Tupfen den pentatonisch geführten ersten Sopran «leise und heimlich», Attribute, die viel über die Wesensart des Komponisten aussagen. Die beiden Solosoprane im Mittelteil mit ihren sich wiederholend kreisenden Terzen stellen Fragen, der Chor gibt die Antwort: Nur in dem Spiegel herrscht der Winter!
Das dritte Lied, «Alte Weisheit», überrascht mit expressiver Dynamik (p–fff), drängender Chromatik, unisono geführten Passagen und der Schlusszeile: «Und schnell ins Grab, so ist's das allerbeste ...».

(Werner Schmid)

Erläuterung "Frauenchor-Literatur"

Werner Wehrli, der während mehreren Jahren den Frauenchor Cäcilienverein Aarau und den Frauenchor Brugg leitete, hat immer wieder für diese Chorgattung komponiert und da wohl mit sein Bestes gegeben. Die Sätze sind differenziert, harmonisch reich und klingen gut, erfordern aber geschulte, bewegliche Stimmen, die intonationssicher sind.
Ein etwas jüngerer Zeitgenosse von Wehrli, der Berner Arthur Furer, hat mit seinen wunderschönen Blumenliedern nach Waggerl die Frauenchor-Literatur wesensverwandt bereichert.
(Werner Schmid)

 
 

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