Werktitel
Lieder der Vergänglichkeit
Textautor/-in
Chinesische Dichtungen: H. Bethge
Jahr
1932
Besetzung
Frauenchor a cappella
Gattung
Inhalt
I
Das Los des Menschen (Khong-fu-tse)
II Die jungen Mädchen von einst (Wang-Tschang-Ling)
III Alte Weisheit (Lo-Tschang-Nai)
Umfang
1 Partitur
Verlag
Audite Nova, ADN 1050, Nottwil 1998
Link zur Ausgabe
Vergriffen
Permalink IMSLP
Kommentare
Lieder der Vergänglichkeit (1922)
Die chinesischen Texte, übersetzt von Hans Bethge, handeln von der Vergänglichkeit des Menschen (Das Los des Menschen), vom Wunsch nach ewiger Jugend (Die jungen Mädchen von einst) und dem Credo auf Lebensgenuss im Jetzt (Alte Weisheit).
Vierstimmig a cappella zu singen, erfordern diese Lieder grösseren Atem als die kürzeren Madrigale. Wehrlis Vorliebe für Septakkorde in weiter Lage, parallel dazu verschobene Sextakkorde, Terz–Quart-Klänge und Ostinato-Begleitfiguren findet sich in allen Gesängen wieder. Den Texten wird subtil nachgespürt, Dynamik und Rhythmik sind von grosser Differenziertheit.
Im Lied «Die jungen Mädchen» von einst begleiten die drei unteren Stimmen mit staccato-Tupfen den pentatonisch geführten ersten Sopran «leise und heimlich», Attribute, die viel über die Wesensart des Komponisten aussagen. Die beiden Solosoprane im Mittelteil mit ihren sich wiederholend kreisenden Terzen stellen Fragen, der Chor gibt die Antwort: Nur in dem Spiegel herrscht der Winter!
Das dritte Lied, «Alte Weisheit», überrascht mit expressiver Dynamik (p–fff), drängender Chromatik, unisono geführten Passagen und der Schlusszeile: «Und schnell ins Grab, so ist's das allerbeste ...».
(Werner Schmid)
Erläuterung "Frauenchor-Literatur"
Werner Wehrli, der während mehreren Jahren den Frauenchor Cäcilienverein
Aarau und den Frauenchor Brugg leitete, hat immer wieder für diese
Chorgattung komponiert und da wohl mit sein Bestes gegeben. Die Sätze
sind differenziert, harmonisch reich und klingen gut, erfordern aber
geschulte, bewegliche Stimmen, die intonationssicher sind.
Ein etwas
jüngerer Zeitgenosse von Wehrli, der Berner Arthur Furer, hat mit seinen
wunderschönen Blumenliedern nach Waggerl die Frauenchor-Literatur
wesensverwandt bereichert.
(Werner Schmid)
Werner Wehrli Fonds
Netzwerk Müllerhaus
Bleicherain 7
5600 Lenzburg
Tel. +41 62 888 01 00
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Werner Wehrli Fonds
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Bleicherain 7
5600 Lenzburg
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